Was bedeutet Freiheit für dich? Wo wünschst du dir mehr Mitbestimmung? Und welche Botschaft möchtest du anderen mitgeben? Mit diesen Fragen beschäftigten sich 18 Jugendliche beim zweitägigen Mikroprojekt „Demokratie und Kunst“ am 17. und 18. Dezember 2025.
Unter der Leitung von Dorle Gothe von kommunare entwickelten sie eigene Ideen und machten daraus Plakate, Zeichnungen, Collagen und kurze Filme. Im Mittelpunkt standen ihre Perspektiven auf Demokratie und das Zusammenleben.
Von einer Frage zum eigenen Kunstwerk
Zum Einstieg lernten die Jugendlichen Beispiele politischer Kunst kennen – unter anderem von Banksy, Frida Kahlo und Ai Weiwei. Dabei ging es darum, wie Kunst gesellschaftliche Fragen aufgreifen, Diskussionen anstoßen und Menschen zum Nachdenken bringen kann.
Anschließend entschieden die Jugendlichen selbst: Welches Thema beschäftigt mich? Was möchte ich dazu sagen? Und wie lässt sich meine Botschaft künstlerisch ausdrücken?
Die entstandenen Arbeiten zeigen, wie viele Fragen dazugehören: Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung, Vielfalt, soziale Gerechtigkeit und ein respektvoller Umgang miteinander.
Freiheit, Vielfalt und Gerechtigkeit – eure Botschaften
Im Bild „Berg in die Freiheit“ wird Freiheit als langer Weg voller Hindernisse dargestellt. Die Botschaft: Freiheit wird uns nicht einfach geschenkt. Sie muss Schritt für Schritt errungen werden.
„Warum diskriminieren wir?“ beschäftigt sich mit Vorurteilen. Vereinfachte Vorstellungen werden der Wirklichkeit nicht gerecht. Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen bringen vielfältige Erfahrungen, Ideen und Perspektiven mit.
Das „Demokratie Puzzle“ zeigt, wie demokratische Werte zusammengehören: Vielfalt, Frieden, Gleichberechtigung und Respekt greifen wie Puzzleteile ineinander. Alle Teile brauchen ihren Platz.
In „Demokratie“ stehen Wahlurne, Parlament und Waage für Mitbestimmung, Recht und Verantwortung. Das Werk macht deutlich, dass Demokratie Beteiligung und gemeinsame Regeln braucht.
Auch wirtschaftliche Bedingungen und der Umgang mit Tieren wurden zum Thema: „Soziale Gerechtigkeit“ fragt danach, wann Geld Freiheit ermöglicht und wann es Abhängigkeiten schafft.
„Tiere gehören dazu!“ fordert dazu auf, Tiere respektvoll zu behandeln und ihre Lebensräume zu schützen.
Eigene Perspektiven zeigen
Zum Abschluss präsentierten die Jugendlichen ihre Werke auf der Demokratiekonferenz am 18. Dezember 2025. So wurden ihre Gedanken auch für andere sichtbar und boten Anlass zum Austausch.
Das Projekt zeigt: Jugendliche haben viel zu gesellschaftlichen Fragen zu sagen. Wenn sie Raum bekommen, ihre Themen selbst zu wählen und eigene Ideen umzusetzen, entstehen persönliche und durchdachte Botschaften – in ganz unterschiedlichen Formen.
Das Mikroprojekt wurde von der Partnerschaft für Demokratie Windeck in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Windeck im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.







